Allergie
auf Bienen oder Wespen
Insektengift-Allergiker
brauchen Immuntherapie
Drei
Prozent der Menschen in Deutschland – das sind immerhin
2,5 Millionen – können nach dem Stich einer Wespe oder
Biene sehr schnell in Lebensgefahr geraten. Bei diesen
Insektengift-Allergikern reagiert das Immunsystem überempfindlich
auf das Gift von Wespen oder Bienen. Innerhalb kürzester
Zeit kann es bei einer Allergie auf Insektengift zu
lebensgefährlichen Symptomen wie Blutdruckabfall,
Herzrasen, Schwächegefühl oder sogar Atemnot bis hin zu
Bewusstlosigkeit kommen. Erste Anzeichen für einen
allergischen (anaphylaktischen) Schock durch Insektengift
sind beispielsweise von der Einstichstelle unabhängiger
Juckreiz und Rötungen, Hitzegefühl oder Übelkeit. Die
Deutsche Gesellschaft für Allergologie und klinische
Immunologie (DGAKI), der Ärzteverband Deutscher
Allergologen (ÄDA) und die Gesellschaft für Pädiatrische
Allergologie und Umweltmedizin (GPA) raten den Betroffenen
dringend zu einer spezifischen Immuntherapie (Hyposensibilisierung)
bei einem auf Allergien spezialisierten Arzt.
Bei
Insektengift-Allergie unbedingt zum Allergologen
Eine
Insektengift-Allergie kann mit Hilfe der spezifischen
Immuntherapie (SIT) fast immer geheilt werden. Dazu
erhalten die Patienten über einen Zeitraum von mindestens
drei Jahren Insektengift-Allergene in den Oberarm
injiziert. Anfangs erfolgen die Injektionen zur
Dosissteigerung in kurzen Abständen, bis eine gewisse
Menge des Allergieauslösers gut vertragen wird. Anschließend
wird drei bis fünf Jahre lang alle vier bis sechs Wochen
eine Erhaltungsdosis verabreicht. So wird das Immunsystem
langfristig weniger empfindlich gemacht –
hyposensibilisiert.
Auch
allergiekranke Kinder sollten frühzeitig eine SIT
erhalten. „Kinder können ab dem sechsten Lebensjahr, in
Einzelfällen auch früher, hyposensibilisiert werden“,
sagt der Vorsitzende der Gesellschaft für Pädiatrische
Allergologie und Umweltmedizin (GPA), der Kinderarzt und
Allergologe Professor Carl Peter Bauer aus Gaißach.
„Diese Methode schützt in nahezu allen Fällen vor der
gefährlichen Sofortreaktion des Körpers. Die
Erfolgsquote liegt bei fast 100 Prozent.“ Je früher die
SIT begonnen wird, umso schneller profitiert der Patient
und ist vor einem anaphylaktischen Schock geschützt.
Bis
der Erfolg der Immuntherapie eingetreten ist, sollten
Insektengift-Allergiker sich von einem Allergologen
beraten lassen, wie sie Insektenstiche vermeiden können
und Medikamente zur schnellen Selbstbehandlung bei sich
tragen: Adrenalin, Kortison und ein Antihistaminikum. Wie
die Medikamente im Notfall angewendet werden, kann ein
Allergologe genau erklären. Professor Bauer: „Auf jeden
Fall sollte im Falle eines Insektenstiches beim Eintreten
erster Symptome, die nicht auf die Einstichstelle begrenzt
sind, immer ein Notarzt gerufen werden. Es muss sehr rasch
reagiert werden.“
Maßnahmen
zur Verringerung der Gefahr eines Insektenstichs
·
Süße Speisen und Getränke nicht im Freien
verzehren. Nach dem Essen Hände waschen und Mund
abwischen.
·
Stark duftende Körperpflegemittel wie Parfüm,
Rasierwasser und Cremes möglichst meiden.
·
Den Körper bedeckt halten und nicht barfuß
über Rasen oder Wiesen laufen.
·
Für die Kleidung helle Farben und
geschlossenes Schuhwerk bevorzugen. Ungünstig sind lose
sitzende, leichte Bekleidungsstücke und Sandalen.
·
In Anwesenheit von Bienen und Wespen Ruhe
bewahren und rasche Bewegungen vermeiden.
·
Die Nähe von Abfallkörben oder Fallobst
meiden.
·
Eine gewisse Schutzwirkung bieten Insekten
abweisende Sprays oder Deodoranzien.1
1.
Pfaar O, Klimek L: Wenn Allergiker auf Reisen
gehen wollen… HNO-Nachrichten 1:24-27, 2006.
Insektengift-Allergiker
brauchen Immuntherapie
Drei Prozent der Menschen in Deutschland - das sind immerhin
2,5 Millionen - können nach dem Stich einer Wespe
oder Biene sehr schnell in Lebensgefahr geraten. Bei diesen
Insektengift-Allergikern reagiert das Immunsystem überempfindlich
auf das Gift von Wespen oder Bienen. Innerhalb kürzester
Zeit kann es bei einer Allergie auf Insektengift zu lebensgefährlichen
Symptomen wie Blutdruckabfall, Herzrasen, Schwächegefühl
oder sogar Atemnot bis hin zu Bewusstlosigkeit kommen.
Erste Anzeichen für einen allergischen (anaphylaktischen)
Schock durch Insektengift sind beispielsweise von der
Einstichstelle unabhängiger Juckreiz und Rötungen,
Hitzegefühl oder Übelkeit. Die Deutsche Gesellschaft
für Allergologie und klinische Immunologie (DGAKI),
der Ärzteverband Deutscher Allergologen (ÄDA)
und die Gesellschaft für Pädiatrische Allergologie
und Umweltmedizin (GPA) raten den Betroffenen dringend
zu einer spezifischen Immuntherapie (Hyposensibilisierung)
bei einem auf Allergien spezialisierten Arzt.