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Presseinformation
(ALK Scherax Arzneimittel GmbH) 26. September 2007
Kreuzallergenität
bei Süßgräsern
Wenn Gräser über Kreuz
miteinander liegen
Lübeck, 26.
September 2007 – Menschen mit einer Allergie auf Gräser- oder Roggenpollen
reagieren allergisch auf bestimmte Eiweiße in den Pollenkörnern. Diese Überempfindlichkeit
des Immunsystems lässt sich mit gereinigten Gräserpollenextrakten gut
behandeln. Aufgrund der Kreuzallergenität vieler Gräser wirkt ein Extrakt aus
Wiesenlieschgras auch bei Allergien gegen andere Gräser und bei einer
Roggenpollenallergie. Das stellte Dr. Jörg Kleine-Tebbe, Allergie- und
Asthma-Zentrum Westend, Berlin, am 26. September 2007 auf dem 2. Gemeinsamen
Deutschen Allergie-Kongress in Lübeck fest.
Seit einem
knappen Jahr gibt es eine Immuntherapie auch in Form von Tabletten. Dieses Präparat
enthält einen Pollenextrakt aus dem Wiesenlieschgras Phleum pratense.
Als Tablette wird es über einen Zeitraum von drei Jahren täglich unter die
Zunge gelegt – der Arzt sagt „sublingual angewandt“ –, wo sie sehr
schnell zergeht und die Allergene freisetzt. Bei dieser als spezifische
Immuntherapie bezeichneten Behandlung entwickelt das Immunsystem eine Toleranz
und reagiert nach dem Kontakt mit Allergieauslösern aus Pollen weniger
empfindlich.
Die spezifische
Immuntherapie mit Wiesenlieschgras-Allergenen hilft aber nicht nur bei
Heuschnupfen durch Wiesenlieschgras, sondern allgemein gegen die Allergie auf
verschieden Gräserpollen und auch Roggenpollen. Der Grund: Alle Süßgräser
bilden botanisch eine Familie. 95 Prozent der Gräser- und Getreidearten gehören
zu nur drei Unterfamilien. Botanisch sehr eng verwandt sind beispielsweise
Roggen, Weizen, die Rispen- und Knäuelgräser und das Wiesenlieschgras. Sie
alle gehören zur Unterfamilie der Pooideae.
„Die Gräserpollenallergene
dieser Unterfamilie haben eine sehr große Ähnlichkeit“, sagte der
Allergologe Kleine-Tebbe auf dem Allergie-Kongress in Lübeck. „Die weitgehend
übereinstimmende Aminosäuresequenz der wichtigsten Pollenallergene lassen
diese Moleküle für das menschliche Immunsystem sehr ähnlich aussehen und lösen
daher eine vergleichbare Immunantwort aus.“ Das bestätigen Untersuchungen von
30.000 Serumproben aus Dänemark, Deutschland, Schweden, der Schweiz und den
USA: Die für eine Allergie gegen das Wiesenlieschgras spezifischen
Immunglobulin E (IgE)-Antikörper zeigten eine starke Bindung auch an Allergene
aus anderen Gräserpollen. Die im Therapieverlauf nachgewiesenen IgG4-Antikörper
mit Schutzfunktion waren ebenfalls kreuzreaktiv.
„Diese hohe Kreuzallergenität
findet sich bei allen bisher untersuchten Arten von Süßgräsern“,
stellte Kleine-Tebbe fest. „Die in der Tablette enthaltene
Allergenmischung aus dem Wiesenlieschgras hemmt vollständig
die IgE-Bindung gegenüber anderen Gräserpollenallergenen.
Die Tablette wirkt daher umfassend gegen die Allergie auf
verschiedenste Gräsersorten und Roggen.“
Wenn
Gräser über Kreuz miteinander liegen
Patienten mit einer Allergie auf Gräser- oder Roggenpollen
reagieren allergisch auf bestimmte Eiweiße in den Pollenkörnern.
Eine spezifische Immuntherapie mit gereinigten Extrakten aus
dem Wiesenlieschgras (Phleum pratense) kann nicht nur bei
Heuschnupfen durch Wiesenlieschgras, sondern allgemein gegen
die Allergie auf verschiede Gräser- und auch Roggenpollen
helfen. "Grund ist eine hohe Kreuzallergenität,
die sich bei allen bisher untersuchten Arten von Süßgräsern
wieder finden lässt", stellte Dr. Jörg Kleine-Tebbe
vom Allergie- und Asthma-Zentrum Westend in Berlin auf dem
2. Gemeinsamen Deutschen Allergie-Kongress 2007 in Lübeck
fest. Neu ist eine Immuntherapie mit einer Tablette, die Gräserpollenallergene
enthält. Sublingual eingenommen zergeht sie sehr schnell
und setzt so die Allergen frei. "Das in der Tablette
enthaltene Allergengemisch aus dem Wiesenlieschgras hemmt
vollständig die IgE-Bindung gegenüber anderen Gräserpollenal-lergenen.
Die Tablette wirkt daher umfassend gegen die Allergie auf
verschiedenste Gräsersorten und Roggen", sagt Kleine-Tebbe.
Wenn
Gräser über Kreuz miteinander liegen
Menschen mit einer Allergie auf Gräser- oder Roggenpollen
reagieren allergisch auf bestimmte Eiweiße in den Pollenkörnern.
Alle Süßgräser bilden botanisch eine Familie
und setzen Pollenallergene frei, deren Oberflächenstrukturen
sich sehr ähneln. Aufgrund dieser Kreuzallergenität
hilft allgemein eine spezifische Immuntherapie mit Wiesenlieschgras-Allergenen
gegen die Allergie auf verschieden Gräser- und auch Roggenpollen
Neu ist die Allergie-Impfung mit der Gräser-Impf-Tablette.
Unter die Zunge gelegt zergeht sie sehr schnell und setzt
so die Allergen frei. Die Herstellung des Wirkstoffes aus
einem einzigen, sortenreinen Ausgangsmaterial lässt eine
genaue Standardisierung zu und reduziert das Risiko von Verunreinigungen.
Deshalb wird in der modernen Allergologie eine reine Wirkstoffquelle
gegenüber herkömmlichen Mischungen bevorzugt. Erst
die Kenntnis der molekularen Strukturen der Allergene hat
die Forscher bei ALK-Abelló in die Lage versetzt, die
richtige Auswahl der repräsentativen Gräserart für
eine wirksame Heuschnupfen-Therapie zu treffen.
Pressekontakt:
ALK-SCHERAX
Arzneimittel GmbH
MasterMedia GmbH
Konstanze
Fleige
Dr. Petra von der Lage
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